Wrack Jura - Tauchclub Zofingen

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Wrack Jura

Gebaut wurde die «Jura» 1854 von der Maschinenfabrik Escher-Wyss in Zürich. Das Schiff hatte eine Länge von 46,3 Metern und mass an der breitesten Stelle 10,25 Meter. Angetrieben wurde sie von einer Dampfmaschine mit 45 PS, was ihr eine Höchstgeschwindigkeit von 18,5 km/h ermöglichte. Erst wurde sie auf dem Neuenburgersee eingesetzt, ab 1861 kam sie auf den Bodensee als Ersatz für das nach einer Kollision gesunkene Dampfschiff «Ludwig».

Nur gerade zwei Jahre danach ging sie unter. Im dichten Nebel wurde die «Jura» am 12. Februar 1864 von der «Stadt Zürich» – von den Bayern auch «Teufelsschiff» genannt – gerammt und sank innert vier Minuten. Drei Menschen starben. Das «Teufelsschiff» machte seinem Namen alle Ehre. Zuvor hatte die «Stadt Zürich» nämlich bereits die «Ludwig» versenkt.

1953 zufällig entdeckt

Danach war es lange ruhig um die «Jura». 1953 wurde das Wrack bei der Suche nach abgestürzten Weltkriegsflugzeugen zufällig in rund 38 Metern Tiefe entdeckt. Danach geriet sie wieder in Vergessenheit, bis sie 1976 von Hans Gerber wiederentdeckt wurde.
Allerdings war die «Jura» da bereits stark geplündert worden.Die 2002 gegründete Stiftung Historische Schifffahrt Bodensee (SHSB) hatte deshalb die Absicht, das Schiff zu bergen und zu restaurieren.
«Das Wrack wurde so stark geplündert, dem musste man Einhalt gebieten», sagt Otto Egloff, Präsident der Stiftung.llerdings hätten Bergung und Restaurierung rund vier Millionen Franken gekostet.
«Wir wussten, dass das nicht realistisch war, aber wir haben die Leute sensibilisiert», so Egloff. Am 7. Dezember 2014 stellte der Kanton Thurgau das Wrack schliesslich als Unterwasser-Industriedenkmal unter Schutz.
Seither haben die Plünderungen aufgehört. zurück


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